Grundschule Clausthal

Grundschule Clausthal

Eine Schule auf der Höhe

Grundschule Clausthal

Eine Schule auf der Höhe

Förderkonzept

Einleitung
Unsere Klassen werden in Zukunft immer heterogener zusammengesetzt sein. Dadurch sind wir gezwungen, unsere Lehr- und Lernprozesse individualisierter zu gestalten, um den unterschiedlicheren Lernvoraussetzungen und Defiziten zu begegnen.
Ein Förderkonzept muss diesen Gesichtspunkten Rechnung tragen, um alle Kinder möglichst optimal und individuell zu fördern und zu fordern.

Grundprinzipien der Förderarbeit - Guter Unterricht ist fördernder Unterricht
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Positive Annahme jedes Kindes mit seinen Schwächen und Stärken ---- dadurch Vertrauen
  • Kleine Erfolgserlebnisse
  • Einsatz sinnvoller Medien (PC Lernprogramme)
  • Unterschiedliche Übungsformen
  • intensive Zusammenarbeit aller Beteiligten
  • besonderes Augenmerk im 1./2. Schuljahr auf
    Feinmotorik
    Ausdauer, Konzentration
    Optische und akustische Wahrnehmung

Förderung in folgenden Bereichen
Im Folgenden wird dargestellt, welche Förderschwerpunkte in unserer Schule unter Berücksichtigung der materiellen, personellen und sächlichen Voraussetzungen gesetzt sind und welche Maßnahmen erforderlich wären, um den Förderbedarf tatsächlich gerecht zu werden. Entwicklungsfortschritte werden in ILE-Bögen dokumentiert und auch für die Planung von Förder-/Forderschwerpunkten herangezogen.
Am Anfang des ersten Schuljahres soll bis zu den Herbstferien eine Eingangsdiagnostik durchgeführt werden („Hexenbuch“).

3.1 Förderung der Sozialkompetenz
Zur Stärkung des Selbstbewusstseins werden regelmäßig Übungen zu Gewaltprävention durchgeführt ( siehe Konzept dazu).
Zur Entwicklung der Sozialkompetenz gehören auch die Klassenämter und Klassensprecher im 3./4. Schuljahr. Die Klassensprecher werden wenn irgend möglich im Schulvorstand oder Gesamtkonferenz einbezogen.

3.2 Bewegungsförderung/Sportförderung
„Förderung setzt da an, wo ein Kind sich wohlfühlt“

Für viele Kinder haben sich die Entwicklungsbedingungen immer mehr eingeschränkt, Bewegungs- und Körpererfahrungen sich auf ein Minimum reduziert. Wir versuchen im Sportunterricht, durch die „bewegte Schule“ und andere begleitende Maßnahmen dagegen zu wirken.
Unsere Schule bietet im Rahmen der Arbeitsgemeinschaften zusätzliche Bewegungseinheiten an. Außerdem können die Schüler im Laufe des Jahres an verschiedenen Wettkämpfen auf Kreisebene teilnehmen. Im dritten Schuljahr gibt es Schwimmunterricht, im Winter verschiedene Skiveranstaltungen. Spiel- und Spaßfeste werden durchgeführt und das ausgedehnte Pausen- und Sportgelände steht den Schülern auch außerhalb des Sportunterrichts zur Verfügung.

3.3 Fördermaßnahmen im Rahmen sonderpädagogischer Grundversorgung (RdErl 1.2.2005)
Im Rahmen der sonderpädagogischen Grundversorgung werden an unserer Schule Kinder mit besonderem Förderbedarf durch Förderlehrkräfte gefördert.
Im 1./2. Schuljahr können diese Stunden auch präventiv eingesetzt werden. (siehe Konzept dazu)

3.4 Sprachförderung vor der Einschulung (RdErl 1.3.2006)
Aufgrund eines erhöhten Anteils von Kindern mit nicht deutschsprachiger Herkunft an unserer Schule wird der frühen Sprachförderung ein hoher Stellenwert eingeräumt. (siehe Konzept dazu)
Dabei wird sehr eng mit den Kindertagesstätten und auch mit Internationalen Zentrum Clausthal (IZC) an der TU Clausthal zusammengearbeitet.

3.5 Integration und Förderung von Schülern nicht deutscher Herkunft (DAZ RdErl 21.7.2005)
Im Anschluss an die Sprachfrühförderung werden die Kinder, wenn sie in der Schule sind, weiterhin gezielt in der deutschen Sprache gefördert. (siehe Konzept dazu)

3.6 Förderung bei besonderen Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben und Rechnen (LRR RdErl 4.10.2005)
3.6.1 Deutsch
Um einen guten Überblick über die Lese- und Schreibfertigkeiten der Schüler einer Klasse zu bekommen, ist es angeraten, regelmäßig jährlich einen Lese- und Rechtschreibtest zu machen. So erhält man genauere Kenntnis über Stärken und Schwächen der Schüler und kann zusammen mit den Beobachtungen der Lehrkraft gezieltere Fördermaßnahmen initiieren.
Folgende Test bieten sich an, weil sie sich schnell auswerten lassen:
Ende Klasse 1; Diagnostische Bilderleiste und Stolperwörter-Lesetest 1
Ende Klasse 2: HSP 2 und Stolperwörter-Lesetest
Ende Klasse 3: HSP 3 und Stolperwörter-Lesetest.

Die Förderung sollte möglichst von der in der Klasse bzw. Jahrgang unterrichtenden Lehrkräfte durchgeführt werden.
Die Fördergruppen sollten, wenn sie denn außendifferenziert stattfinden können, nicht größer als 8-10 Kinder sein.
Im 1./2. Schuljahr wäre eine Doppelbesetzung, evtl mit PM, am besten. Die Förderlehrkraft sollte sich gut in den Leselehrgang und das Würzburger Trainingsprogramm (akustische und optische Wahrnehmung) eingearbeitet haben.
Wenn möglich sollten im Jahrgang ¾ die Förderstunden zusätzlich zum normalen Stundenkontingent angeboten werden. Eventuell in einem Früh-Förderband vor 7.50 Uhr.
Ansonsten soll eine der sechs Deutschstunden in ein Band gelegt sein. In dieser Stunde könnten verschiedene Förder-/Forderschwerpunktsgruppen gebildet werden.

3.6.2 Mathematik
Im Prinzip gelten in Mathematik die gleichen Bedingungen, wie in der Deutsch-Förderung.
Zur genaueren Überprüfung und Diagnose von Stärken und Schwächen werden regelmäßige Lernkontrolle zu Rate gezogen. Der DEMAT-Test liegt für alle Jahrgangsstufen vor und könnte auch herangezogen werden.

3.7 Leseförderung
Zur Förderung der Lesefertigkeit und der Leselust haben wir in der Grundschule Clausthal folgende Instrumente:
  • Die Schülerbücherei, in der die Schüler 1mal wöchentlich ausleihen können. Betreut wird die Bücherei von einer Lehrkraft mit Schülern aus dem vierten Jahrgang.
  • Für die freie Lesezeit gibt es eine Reihe von Klassenlektüren mit Lehrerhandreichungen.
  • In unserer Schule wird ab dem zweiten Schuljahr mit dem „Antolin“Programm gearbeitet.
  • In jeder Klasse unterstützen „Lese-Muttis“ den Unterricht in unterschiedlichen Abständen.
  • Einmal jährlich findet der Vorlesewettbewerb in den Klasse 3 und 4 statt.
  • Der dritte Jahrgang lädt regelmäßig Vorschulgruppen aus den Kindertagesstätten zum Vorlesen von Bilderbüchern in die Schule ein – „Bücher-Kumpel“.
  • Alle Klassen gen regelmäßig in die Stadtbücherei zur Buchausleihe. Außerdem werden spezielle Angebote der Stadtbücherei genutzt.
  • Im vierten Schuljahr wird das Zeitungsprojekt „Kinder in der ZeitungKidZ“ der Goslarschen Zeitung durchgeführt.
  • Zusätzlich werden Lesenächte und Autorenlesungen organisiert und durchgeführt.

3.8 Hausaufgabenhilfe
Der Förderverein der Grundschule Clausthal finanziert und bietet Hausaufgabenhilfe an. Wegen der begrenzten Plätze werden Schüler auf Empfehlung der Klassenlehrkraft dorthin empfohlen, je Bedarf hauptsächlich aus Klasse 2 (evtl. 1) in der fünften Stunde.

4. Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten und Hort
Die Zusammenarbeit mit oben genannten Einrichtungen in Bezug auf die Schüler ist sehr eng.

5. Zur Verfügung stehende Ressourcen
Im Rahmen der sonderpädagogischen Grundversorgung stehen uns pro Klasse zwei Stunden einer Förderlehrkraft zu. Das sind im Moment 20 Stunden in der Woche, die von Frau Jäschke abgedeckt werden.
Außerdem haben wir für Sprachfrühförderung und „DAZ“ noch 10 Stunden zur Verfügung.
Ansonsten variiert die Stundenanzahl für den Förderunterricht jedes Jahr, je nach Lehrerstundenversorgung.

6. Weiterentwicklung

7. Evaluation